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Dr. Michael Clauss, Volkswirt - Konjunktur- und Marktausblick 2026: Vom Herbst zum Frühling der Reformen-ein schwieriger, aber sehr lohnender Weg
20. Januar 2026
Dr. Clauss gab uns einen prägnanten und fundierten Einblick in die aktuelle Einschätzung der Situation aus volkswirtschaftlicher Sicht. Er fokussierte hier auf 4 Aspekte:
- Zins- und Inflationsausblick:
Zinsen gehen wohl eher moderat aufwärts als abwärts - Kurzer Konjunkturausblick für 2026 und die kommenden Jahre:
Wachstum in Deutschland wohl bei 0,9%, schlechter als im Euroraum 1,3
-> es bleibt Einiges zu tun, denn es liegt nicht nur an der Konjunktur, sondern hausgemachte Probleme sind für die Stagnation in Deutschland verantwortlich. - Wesentliche Probleme hier sind:
- Staatskonsum ist munter gewachsen 10% Plus, während das BIP bei 0% liegt.
- Unternehmensinvestitionen liegen heute auf dem alarmierenden Niveau von 2015
- Schere zwischen Investitionslinie und Staatsausgabenlinie ist zu schließen
- Deutschlands Wirtschaftsschwäche:
- Innovationsschwäche, wenig Gründungsdynamik
- Wachstumsrate neuer Unternehmen - Beschäftigungswachstum bei neuen Unternehmen besonders brisant – unterdurchschnittlich im europ. Vergleich; Ausnahme: Medien
- Nach wie vor zu hohe Sozialausgaben, z.B. Renten
- Zu viele Regulierungen
Polen steht im europäischen Vergleich am besten da und es hat auch die höchsten Wachstumsraten
- Was kann man machen, um die Probleme anzugehen?
Vorsichtiger Optimismus scheint angebracht!- Zu hohe und fehlgeleitete Staatsausgaben:
Renten, grundsätzliche Reform fehlt
Abschaffung Rente mit 63, Koppelung an Lebenserwartung
Nachhaltigkeitsfaktor wieder einführen
Konzentration auf reine Kaufkraftsicherung - Bürokratieabbau ->10% könnte 0,4 % mehr Wachstum erzielen; 25% -2% Wachstum
- Mehr Wertschätzung für Unternehmertum
Risikobereitschaft
Scheitern ist kein Makel - aber auch mediale Begleitung der Vorhaben, damit das Bewusstsein für Zukunftsausgaben steigt in der Bevölkerung
- Zu hohe und fehlgeleitete Staatsausgaben:






