BBA Round Table

Thomas Mötsch - "Materialknappheit-Ende in Sicht?“

08. März 2022

Die 45. BBA Round Table Gesprächsrunde befasste sich mit einem hochaktuellen Thema. Bereits vor dem Aufkommen der Corona-Pandemie machte sich die Herausforderung der Materialknappheit in der Industrie bemerkbar. Thomas Mötsch, der CFO der SUMIDA AG aus Passau referierte über die Ursachen der Materialknappheit in der Automobilindustrie und stelle eine differenzierte Zukunftsprognose vor. Laut Thomas Mötsch seien lang- und mittelfristige Faktoren, wie der Brexit, der Handelskrieg zwischen China und der USA und die Corona-Pandemie für die Rohstoffknappheit verantwortlich. Auch Einmalereignisse wie Extremwetter, die Blockierung des Suezkanals oder auch Bahnstreiks in Deutschland verstärken die Materialknappheit und die Fragilität der Lieferketten, erklärte der CFO der SUMIDA AG. In die Zukunft blickte Thomas Mötsch einerseits optimistisch, andererseits auch mit Spannung. Denn die Lage könne sich im Hinblick auf die mittelfristigen Faktoren, wie z.B. durch das Abklingen der Corona-Pandemie auch wieder entspannen. Somit sollte sich beispielsweise der Halbleitermangel in den nächsten Jahren wieder lösen.

Besondere Erwähnung galt dem Krieg in der Ukraine. „Aktuell ist noch unklar, in welcher Intensität sich diese Krise auf unsere Wirtschaft und die Verfügbarkeit von Rohstoffen in der Industrie auswirken wird“. Zu befürchten sei jedoch, dass der Krieg mit all seinen Konsequenzen positive Entwicklungen im Hinblick auf die Knappheit von Materialien trübt und die aktuellen Schwierigkeiten verstärkt, fasste der CFO der SUMIDA AG zusammen. In Anschluss an den Vortrag folgte eine interessante Diskussionsrunde mit dem Fazit, dass man die Zukunft leider nicht voraussagen könne und die Entwicklung der aktuellen weltpolitischen Lage und die daraus folgenden wirtschaftlichen Konsequenzen abwarten müsse.


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